Hilfe und Pflege im Alltag

Ambulante Pflegedienste

bieten pflegerische und hauswirtschaftliche Leistungen zu Hause an. Art und Umfang der Leistungen hängen von der Höhe des bewilligten Pflegegeldes sowie vom sonstigen Einkommen des Pflegebedürftigen ab.

Die hier aufgeführten ambulanten Pflegedienste haben entweder an der Fortbildung „Qualifizierungskonzept Gerontopsychiatrie“ teilgenommen oder beschäftigen Gerontopsychiatrische Pflegefachkräfte.

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Besuchsdienste/ Entlastung durch HelferInnen

sind Hausbesuchsdienste, welche den Alltag in der häuslichen Umgebung erleichtern sollen. Der Helfer leistet dem Erkrankten für ein paar Stunden Gesellschaft, so dass der pflegende Angehörige z.B. Besorgungen erledigen kann. Grundsätzlich werden keine pflegerischen Aufgaben von den Ehrenamtlichen übernommen, dies entspricht nicht deren Tätigkeitsfeld und ist gesetzlich untersagt.

Die hier aufgeführten Helferkreise sind ein spezielles Angebot für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen.

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Tagespflege

stellt ein Betreuungsangebot für pflegebedürftige Menschen dar, die Hilfe im Alltag benötigen (bis zu acht Stunden täglich). Die Betreuung und Pflege findet in angenehmer Atmosphäre statt, die der häuslichen Umgebung ähnelt. Die Kostenübernahme richtet sich nach der Höhe des bewilligten Pflegegeldes sowie nach dem sonstigen Einkommen des Pflegebedürftigen. Tagespflege wird von denjenigen Personen beansprucht, die noch allein oder mit Unterstützung in der eigenen Wohnung oder in der Familie leben, aber die Anforderungen des Alltages nicht aus eigener Kraft bewältigen können. Ziel der Tagespflege ist es, die bestehende Selbstständigkeit zu fördern und gleichzeitig die pflegenden Angehörigen zu entlasten. Besonders für berufstätige pflegende Angehörige erweist sich diese Form der Pflege als hilfreich.

Einige Tagespflegen in Mittelfranken haben Angebote für Menschen mit einer gerontopsychiatrischen Erkrankungen entwickelt oder beschäftigen Gerontopsychiatrische Pflegefachkräfte.

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Kurzzeitpflege

Die Leistung der Pflegeversicherung für die Kurzzeitpflege steht unabhängig von der Einstufung allen Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 2 bis 5 in gleicher Höhe zur Verfügung. Die Höhe der Leistung beträgt bis zu 1.612 Euro im Jahr, für bis zu acht Wochen pro Kalenderjahr.

Im Kalenderjahr noch nicht in Anspruch genommene Mittel der Verhinderungspflege können auch für Leistungen der Kurzzeitpflege eingesetzt werden. Dadurch kann der Leistungsbetrag der Kurzzeitpflege auf insgesamt bis zu 3.224 Euro im Kalenderjahr erhöht, also maximal verdoppelt werden. (www.bundesgesundheitsministerium.de, 11.06.2018)

Einige Kurzzeitpflegen in Mittelfranken haben Angebote für Menschen mit einer gerontopsychiatrischen Erkrankung entwickelt oder beschäftigen Gerontopsychiatrische Pflegefachkräfte.

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Verhinderungspflege

Wird die Verhinderungspflege von einer erwerbsmäßig tätigen Person oder einem ambulanten Pflegedienst übernommen, beläuft sich die Leistung auf bis zu 1.612 Euro je Kalenderjahr. Bei Ersatzpflege durch entferntere Verwandte, die nicht mit der oder dem Pflegebedürftigen bis zum zweiten Grad verwandt oder verschwägert sind, oder durch Nachbarinnen und Nachbarn können ebenfalls bis zu 1.612 Euro in Anspruch genommen werden.

Ergänzend zum Leistungsbetrag für die Verhinderungspflege können bis zu 50 Prozent des Kurzzeitpflegebetrags (das sind bis zu 806 Euro im Kalenderjahr) für die Verhinderungspflege genutzt werden. Der für die Verhinderungspflege in Anspruch genommene Erhöhungsbetrag wird auf den Leistungsbetrag für eine Kurzzeitpflege angerechnet. Damit stehen bis zu 2.418 Euro im Kalenderjahr für die Verhinderungspflege zur Verfügung. (www.bundesgesundheitsministerium.de, 11.06.2018)

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Urlaubsreisen für Angehörige und Erkrankte

bieten die Möglichkeit, gemeinsam in einem geschützten Rahmen Urlaub zu machen. Familien, die sich sonst eine Reise mit dem erkrankten Familienmitglied nicht mehr zutrauen würden, finden hier Erholung und Entspannung.

Erkundigen Sie sich bei den Angehörigenberatungsstellen nach weiteren geeigneten Angeboten.